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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Naturheilkundliche Selbsthilfestrategien

Schröpfkopfmassage

Tee trinken

Verschiedene naturheilkundliche Hausmittel können die Therapie von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sinnvoll ergänzen und die Beschwerden lindern. Bei der Behandlung von CED kommen häufig äußere Anwendungen wie Bauchwickel, Kümmelleibauflage und Schröpfkopfmassage zum Einsatz. Diese äußerlichen Anwendungen stimulieren den Körper und regen so die körpereigenen Regulationskräfte an.

Ein feucht-kalter Bauchwickel kann vormittags – etwa eine Stunde nach einer Mahlzeit – durchgeführt werden. Auf ein Außentuch wird ein feucht-kaltes Innentuch gelegt, das nicht mehr tropft. Das Innentuch wird straff um den Bauch gewickelt, danach folgen Außentuch und Bettdecke. Das Innentuch wird durch die Körperwärme erwärmt, was entblähend und entkrampfend wirkt. Eine Anwendung dauert 45 Minuten und kann z.B. sechs Wochen lang durchgeführt werden, damit der Reiz erhalten bleibt. Danach folgen drei Monate Pause.

Die Kümmelleibauflage kann bei Blähungen, Bauchschmerzen und Völlegefühl eingesetzt werden, aber nicht während eines akuten Schubs. Dabei wird vierprozentiges Kümmelöl im Uhrzeigersinn in den Bauch einmassiert. Darauf werden ein feucht-warmes Tuch, ein Handtuch und eine Wärmflasche gelegt. Die Anwendung dauert etwa 30 bis 45 Minuten.

Die etwa zehn Minuten dauernde Schröpfkopfmassage verbessert die Durchblutung der Haut, regt den Stoffwechsel an und entkrampft die Muskulatur. Die Haut wird eingeölt und ein Schröpfglas zunächst links, dann rechts neben der Wirbelsäule aufgesetzt und langsam bewegt. Zur Behandlung der Darmzone wird das Glas über der Gesäßfalte aufgesetzt und in einer Acht über die beiden Gesäßhälften bewegt.

Des Weiteren hilft manchen Patienten auch die einfache Formel „Abwarten und Tee trinken“: Kamillentee oder beispielsweise Kümmel-Anis-Fenchel-Tee, in entspannter Atmosphäre genossen, können Linderung verschaffen und gut tun. Neben Tee kann auch Heidelbeermuttersaft eine wohltuende Wirkung entfalten. Diese zusätzlichen „Trinkhilfen“ hängen sehr von der individuellen Verträglichkeit ab - daher sollten Betroffene die Tees und Säfte nur trinken, wenn sie sie wirklich gut vertragen und der Konsum angenehme Gefühle hervorruft.