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Ernährung bei Reizdarm

Das Beachten einiger Ernährungsregeln kann dazu beitragen, den Darm zu beruhigen und die Reizdarmbeschwerden zu lindern.

Regelmäßige Mahlzeiten in kleinen Portionen sind am besten verträglich. Es wird empfohlen, langsam zu essen, gründlich zu kauen und darauf zu achten, dass beim Essen möglichst wenig Luft geschluckt wird. Bei den Mahlzeiten sollte eine ruhige Atmosphäre herrschen und Hektik nach Möglichkeit vermieden werden. Wichtig ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mind. 2 Liter am Tag). Damit wird einer Verstopfung vorgebeugt und die bei Durchfall verlorene Flüssigkeit ersetzt.

Es ist sinnvoll, genau zu beobachten, welche Nahrungsmittel einem Probleme bereiten und auf diese dann versuchsweise zu verzichten. Stark blähende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, fette Speisen und starke Gewürze können den Reizdarm zusätzlich belasten und sollten daher möglichst gemieden werden. Auch Kaffee, Alkohol, Nikotin oder Milchprodukte werden oft schlecht vertragen. Bei hartem Stuhlgang ist eine ballaststoffreiche Ernährung zu empfehlen, bei Durchfall können stopfende Nahrungsmittel wie Bananen oder Reis helfen.

Viele Reizdarm-Patienten vertragen bestimmte Zucker wie Fruchtzucker, Milchzucker oder Sorbit nicht gut, die unter anderem in Süßigkeiten, Milchprodukten, Steinobst und verschiedenen Brotsorten enthalten sind. Die Zuckerstoffe werden im Dickdarm von Bakterien abgebaut, was bei Reizdarm-Patienten zu Blähungen und Verdauungsstörungen führen kann. Bei der sogenannten Low-FODMAP-Diät, die aus drei Phasen besteht, werden in der 1. Phase diese Nahrungsmittel für zwei Wochen komplett gemieden. In der folgenden Phase wird dann ausprobiert, welche Lebensmittel in welcher Menge vertragen werden, um dann in der 3. Phase eine individuelle Ernährung zu ermitteln. Ziel der Diät, die nur fachlich begleitet durchgeführt werden sollte, ist es, mit möglichst wenigen Nahrungseinschränkungen die Beschwerden deutlich zu bessern.