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Myrrhe – eines der ältesten Heilmittel

Myrrhe-Baum

Die Myrrhe gehört zu den ältesten Heilmitteln der Menschheit und wurde schon von Hippokrates verwendet. In der Medizin des Mittelalters finden sich erste Hinweise auf die Anwendung bei entzündlichen Darmerkrankungen. Hier wird die Myrrhe als Mittel bei „Verschleimung“ von Magen und Darm empfohlen.

Myrrhe besteht aus dem an der Luft gehärteten Gummiharz, das aus verschiedenen Myrrhebaum-Arten durch Anschneiden der Stämme und Zweige gewonnen wird. Wichtige Inhaltsstoffe sind das ätherische Öl, Harz sowie Bitter- und Gerbstoffe. Myrrhe ist adstringierend, das heißt sie zieht die äußeren Schichten der Schleimhaut zusammen und wirkt so wie ein Schutzfilm. Die Heilpflanze senkt den Spannungszustand der glatten Darmmuskulatur, verringert die Zahl der Darmkontraktionen und lindert so Darmkrämpfe. Diese Wirkung macht Myrrhe zu einem idealen „Langzeitbegleiter“, wenn Menschen unter Krämpfen im Unterleib leiden.

Darüber hinaus besitzt sie desinfizierende und die Gewebeneubildung anregende Eigenschaften sowie eine hemmende Wirkung auf Pilze. Im Harz der Myrrhe konnten außerdem so genannte Triterpensäuren isoliert werden, die stark entzündungshemmende Effekte aufweisen.

Besonders gut erforscht wurden in der jüngeren Vergangenheit die Wirkungen zur Stärkung der Darmbarriere (Berliner Charité, 2013) und zur Linderung von Darmkrämpfen (Uni Leipzig, 2012). Daher wird Myrrhe (oft fertig kombiniert mit anderen Arzneipflanzen) auch in Studien zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Studie Kliniken Essen-Mitte) und bei Reizdarm eingesetzt.

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