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Magen-Darm-Infekt

Behandlung

Leichte Magen-Darm-Infekte müssen im Allgemeinen nicht ärztlich behandelt werden. Wenn die Beschwerden länger als 2-3 Tage anhalten und keine Besserung auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Behandlung des Magen-Darm-Infektes zielt in erster Linie auf die Linderung und Beseitigung der Beschwerden. Am wichtigsten ist die Zufuhr von Flüssigkeit, am besten Wasser oder körperwarmer Tee, zum Beispiel Teeaufgüsse aus Ingwerwurzelstock, Pfefferminz- oder Artischockenblättern. Beginnen sollte man mit kleinen Mengen, z.B. löffelweise. Um den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen, können auch so genannte Elektrolytpulver eingesetzt werden, die mit einer bestimmten Menge Wasser gemischt werden müssen.

Ein vollständiger Verzicht auf Nahrung wird nicht empfohlen. Sinnvoller ist von Beginn an die Zufuhr von leicht verdaulichen Kohlenhydraten, z.B. Zwieback oder Salzstangen, da dies die Erholung der zerstörten Darmschleimhaut fördert. Auch die Zufuhr von so genannten Probiotika (Darmbakterien) kann dazu beitragen, die Darmflora wiederherzustellen. Kombinationsarzneimittel mit der Heilpflanze Myrrhe (in der Apotheke) sind hier besonders effektiv. Die unterschiedlichen, darin enthaltenen Heilpflanzen, wie beispielsweise auch Kamille und Kaffeekohle, greifen an verschiedenen Punkten im Verdauungstrakt an und verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung. 

Durch die entzündungs- und sekretionshemmenden, adstringierenden und absorbierenden Eigenschaften der verschiedenen Arzneimittel wird so die normale Magen-Darm-Funktion unterstützt und die gereizte Darmschleimhaut beruhigt. Auch Brombeerblätter, Blutwurz (Tormentillwurzelstock), Heidelbeerfrüchte und Eichenrinde können als Teeaufguss bei Durchfall eingesetzt werden. Sie wirken aufgrund ihres Gerbstoffgehaltes adstringierend, sekretions- und keimhemmend. Gegen Übelkeit helfen verschiedene Ingwerwurzelstockzubereitungen, z.B. Tees, Tinkturen oder Trockenextrakte in Form von Tabletten.

Aufgrund der erheblichen Entzündungsreaktion an der Schleimhaut birgt ein akuter Magen-Darm-Infekt das Risiko eine anschließenden Reizdarm-Syndroms. Insofern ist die unterstützende Behandlung von Magen-Darm-Störungen durch die Einnahme von Kombinationsarzneimitteln mit der Heilpflanze Myrrhe und Probiotika über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen nach dem Infekt sinnvoll.